German Offshore Award für die beste deutsche Hochseeyacht wird zum 12. Mal vergeben

Am 15. Februar wird im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses der Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg für die beste deutsche Hochseeyacht der vergangenen Saison verliehen. Das Geheimnis, wer den kostbaren Wanderpreis, gestiftet vom Senat der Hansestadt, für ein Jahr mit nach Hause nehmen darf, wird erst bei der feierlichen Verleihung bekannt gegeben. Unter den sechs nominierten Yachten sind ambitionierte Projekte wie „Malizia“, „Lilienthal“, „Iskareen“ und „Momo“, aber auch Altmeister wie „Struntje light“ und „Varuna“.

Vordere Plätze bei Atlantikregatten, den international stark besetzten Rennen im Frühjahr in der Karibik, internationalen Einheitsklassen und auf den klassischen Mittelstreckenregatten im Mittelmeer können fast alle Nominierten des diesjährigen German Offshore Award stolz vorweisen. Sie haben sich in großen Regattafeldern exzellent positioniert und werden nun bei einem Festakt im Hamburger Rathaus für ihre seglerischen Leistungen geehrt.

Doch selten war es für die Jury des German Offshore Award, bestehend aus Vertretern des Hamburger Segler Verbandes und der vier größten Hamburger Segelvereine Blankeneser Segel Club (BSC), Hamburger Segel Club (HSC), Norddeutscher Regatta Verein (NRV) und Segler Vereinigung Altona Oevelgönne (SVAOe) so schwer, eine Bewertung für die Spitzenleistung der einzelnen Yachten auf den internationalen Regattabahnen abzugeben.

23 verschiedene Rennen in der Saison 2018, bei denen deutsche Yachten und ihre Segler auf dem Podium standen, galt es anhand der von Wetterexperte Meeno Schrader ausgearbeiteten Bedingungen auf See mit einem individuellen Faktor zu bewerten. „Entscheidend bei der Nominierung und dem daraus resultierenden Ergebnis, wer den begehrten Preis gewinnt, ist eine Formel, die anhand festgelegter Faktoren wie der Größe des Feldes und der Platzierung des Schiffes einen Punktwert ermittelt“, erläutert Friedrich Hausmann, Vorsitzender der veranstaltenden German Offshore Owners Association. „Die Jury bewertet letztlich mit einem Faktor den Schwierigkeitsgrad der Regatta anhand der Witterungsbedingungen, den nautischen Bedingungen und dem sportlichen Wert der Veranstaltung. Mit diesem Procedere ist sichergestellt, dass die siegreiche Yacht nur anhand der tatsächlichen Leistung geehrt wird.“

Für den Weltmeistertitel in der traditionell mit starken Seglern besetzten Farr 40 Klasse nominiert wurde „Struntje light“ von Eigner und Skipper Dr. Wolfgang Schäfer. Ebenfalls in den Kreis der nominierten Yachten gehören die 72 Fuß große Maxiyacht „Momo“ von Dieter Schön für ihren Sieg in der Klasse IRC1 beim Rolex Middle Sea Race und die Ker 56 „Varuna“ von Jens Kellinghusen für den dritten Platz nach IRC Overall beim Rennen Carribbean 600.

Zudem gehören nach dem Voting der Jury drei Schiffe von erfolgreichen Soloseglern in den Kreis der nominierten Yachten. Der Mini „Lilienthal“, gesegelt von Jörg Riechers, wurde für den insgesamt dritten Platz bei der prestigeträchtigen Regatta Les Sables-Azoren- Les Sables für den Award nominiert. Und für die erfolgreiche Teilnahme an der Route du Rhum, der wohl populärsten Soloregatta über den Atlantik, wurden die Imoca 60 „Malizia“ mit Skipper Boris Herrmann sowie die Class 40 „Iskareen“, gesegelt von Arnt Bruhns, als Kandidaten für den German Offshore Award ausgewählt.

Die meisten nominierten Skipper sind bekannte Größen im Hamburger Rathaus. Riechers und Kellinghusen („Varuna“) gewannen den Award jeweils bereits zweimal und auch Boris Herrmann und und Dieter Schön wurden hier bereits als Skipper geehrt. Aber auch ambitionierte Amateure wie Harald Baum („Elan“), Christopher Opielok („Rockall III“), Christian Plump („Elena Nova“) und Dr. Uwe Lebens („Milan“) verließen das Rathaus mit dem begehrten Preis.

„Deutsche Yachten waren im letzten Jahr auf vielen internationalen Regatten sehr erfolgreich“, betont Friedrich Hausmann. „Die Liste der nominierten Yachten und ihrer Segler zeigt, dass sich der Segelsport auch in Deutschland weiter professionalisiert und sich die deutschen Solosegler nun auch mit der Weltspitze messen können.“

Neben den Seglern der nominierten Yachten, die in Kurzinterviews über ihre erfolgreichen Regatten berichten, werden bei der Verleihung des diesjährigen Preises am Abend des 15. Februar auch Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler Verbandes und Boris Herrmann, erfolgreicher Solosegler und vermutlich erster deutscher Teilnehmer an der legendären „Vendée Globe“-Regatta, einhand nonstop um die Welt, sprechen. Darüber hinaus darf mit Spannung erwartet werden, wer den Wehring & Wolfes Jugendpreis sowie den Sonderpreis der German Offshore Owners Association erhalten wird.

„Mit der Verleihung des Award am Abend des 15. Februar geben wir den Startschuss für ein Wochenende, bei dem die Hansestadt ganz im Fokus des Segelns steht“, sagt Friedrich Hausmann. „Einen Tag später trifft sich die deutsche Seglerjugend zum Jugendseglertag des DSV und die Seesegler feiern die Verleihung des RVS Inshore Cup 2018 mit einer großen Party.“

Zu der feierlichen Verleihung im Rathaus werden rund 350 geladene Gäste erwartet.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Friedrich Hausmann, Vorsitzender der German Offshore Owners Association e.V., Tel. 0172-2452487, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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