Lautloser Strom für Regatta- und Langstreckenyachten: Die Brennstoffzelle
Dienstag, den 24. August 2010 um 10:00 Uhr

StromNach 40 Jahren Offshore Regattasegeln ist mir kein Morgengrauen bekannt, an dem nicht vor dem Kaffee schon die Hauptmaschine mit ihrem nervenden Krach gestartet wurde, weil die Batterien wieder auf 11,4 Volt waren und die Windinstrumente anfingen, herumzuspinnen. Unter Spinnaker sind dann die Abgase gleich inklusive, bei viel Wind an der Kreuz bangt man darum, wie viele Grad Krängung der Maschine eigentlich zugemutet werden darf. Dabei wurde doch schon gestern Abend eine Stunde geladen, aber die Akkus sind immer leer, egal, ob man die Kühlbox nun abschaltet oder nicht: Strom kenne ich nur als Unthema!

Wir haben von Rogers 46 "Varuna" über das kleine Wunder "Brennstoffzelle" schon im letzten Jahr gehört, angeblich Gotland Rund kein einziges Mal mit der Maschine geladen. In diesem Sommer hatten wir sie selbst im Einsatz, die EFOY Brennstoffzelle 1600 und auf Langstrecken-Wettfahrten wie Göteborg Offshore im Skagerak, Fyn Rund oder auf unserer Sommertour in den westschwedischen Schären eingesetzt. Um es vorwegzunehmen: Wir sind begeistert! Und um es auch gleich zu sagen, diese Brennstoffzelle liefert einen Ladestrom von 5,4 Ampere bei 12 Volt, also rund 65 Watt oder 1600 Wattstunden am Tag. Vielleicht reichen 65 Watt für die größere Fahrtenyacht mit Kühlschrank, Ankerwinde, Autopilot und 220 V Konverter für den Haarföhn ohne gelegentlichen konventionellen Beistand nicht aus,  aber für sparsamere Energieverbraucher wie unsereins ist die Zelle rund um die Uhr ohne Zusatzhilfe eine feine Sache. Warum?

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Uijuijui gewinnt Baltic IRC Wertung vor Warnemünde
Sonntag, den 18. Juli 2010 um 16:00 Uhr

uijuiuiDie im vergangenen Jahr von der GER-OO ins Leben gerufene „hanseboot Open Offshore“-Serie besteht aus 4 Wettfahrten: Der ca. 50 Seemeilen langen Mittelstrecke „Warnemünde Cup“ am Samstag, 2 „Up & Down's“ am Sonntag und der Langstrecke „Rund Bornholm“, die wieder am ersten Juli-Montag startete. Auf dem ersten Platz der IRC-Wertung die „Uijuijui“ von Friedrich Hausmann, eine Rainbow 42, die schon 1988 in Dänemark ohne Berücksichtigung jeglicher Formeln konstruiert. wurde.. Hausmann hat das Schiff jetzt Squaretop-Großsegel und Top-Spi zu einer wahrhaftigen Rakete vor dem Wind gezüchtet.

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Rund Fyn: 150 Meilen Hochspannung
Dienstag, den 08. Juni 2010 um 16:00 Uhr

shaktiHans Genthe war Rund Fyn der Skipper der Rogers 46 "Gut's n Glory" von Christopher Wuttke, die sich ein spannendes Match mit den beiden anderen Rogers 46 Yachten "Shakti"/ Christoph Avenarius und "Varuna"/ Jens Kellinghusen geliefert hatte. Am Ende lag die Varuna vorne und übernahm die Gesamtführung der hanseboot Baltic-IRC Serie, doch das war lange nicht so sicher. Hier sein Bericht:

 

Wie von einem Geisterschiff taucht ein graues Segel aus dem grauen Nebel im grauen Morgengrauen auf. Das quadratische Topp haben wir vor uns vermutet und hinter uns gehofft. Ich reibe meine verquollenen Augen, hatte gerade kurz geschlafen. Ist dort hinten die Varuna, unser hartnäckigster Gegner? Wir segeln mit einer Rogers 46 die Regatta Classic Rund Fyn. 16 Stunden versuchen wir nun schon, unser modifiziertes Schwesterschiff hinter uns zu lassen. Ist es nun gelungen? Doch die graue Silhouette hinter uns wird vom Nebel verschluckt, bevor wir das Schiff identifizieren können.

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76. GER-OO Mitglied Class 40 „Tzu Hang“
Samstag, den 06. März 2010 um 13:00 Uhr

tzu hangAlex Strauss aus Darmstadt begrüßen wir als 76. GER-OO Mitglied mit seiner Class 40 „Tzu Hang“. Nachdem Mathias v. Blumencron mit seiner Class 40 „RED“ im letzten Jahr nicht nur im Fastnet erfolgreich war, sondern auch in Flensburg aufgetaucht ist und Boris Herrmann mit Beluga den German Offshore Award gewonnen hat, steigt langsam in Deutschland das Interesse an dieser rasant wachsenden Konstruktionsklasse.

Erstmals ist die Pantaenius Rund Skagen Regatta von der Klassenvereinigung www.class40.com als Schwerpunkt- Rennen ausgeschrieben worden. Wir hoffen daher, auf Helgoland viele neue Class40 Skipper begrüßen zu dürfen.

Tsu Hang, GER 53, Axel Strauss, Class40, Darmstadt

 
First International Yacht Racing Forum Hamburg
Sonntag, den 21. Februar 2010 um 18:00 Uhr

forum_2010_4Gleich nach dem German Offshore Award im Hamburger Rathaus hatte die GER-OO am Samstag zu einem International Yacht Forum in die Handelskammer eingeladen, um möglichst viele internationale Segler an diesem Wochenende in die Hansestadt zu locken. Dieser Plan ging besser auf als erwartet, nachdem mehr als 220 Anmeldungen aus 10 Ländern eingegangen waren, musste man vom NRV in den grösseren Saal umziehen. Die Rednerliste war hochrangig besetzt: Auf dem Podium saßen die Yacht-Designer Simon Rogers, Mark Mills, John Corby und Torsten Conradi (J/V). Darüber hinaus Thomas Jungblut (North), Sven Krause (Quantum), Riggexperte René Villefranche, Materialforscher und -prüfer Dr. Olaf Günnewig und der Koordinator der TP 52 Class Rob Weiland. Als Moderatoren wurden die Amerikaner Mike Castania und Dobbs Davis (Seahorse USA) zusammen Svante Domitzlaff aufgeboten.

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Boris Herrmann und Felix Oehme gewinnen German Offshore Award
Montag, den 15. Februar 2010 um 16:00 Uhr

Award_2010Die Beluga von Boris Herrmann gewinnt den Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg "German Offshore Award" für den Sieg im Portimao Global Race 2009. Im Hamburger Rathaus überreichte Staatsrat Dr. Jäger das wertvolle Silber-Tablett im Rahmen eines festlichen Dinners mit 230 Gästen. Die „Beluga Racer“ hatte beim Portimão Ocean Race den ersten Platz belegt. Die 25890 Seemeilen lange Regatta war am 12. Oktober 2008 gestartet worden, und führte über Kapstadt (Südafrika), Wellington (Neuseeland), Ilhabela (Brasilien) und Charleston (USA) von und nach Portimão. Nach 145 Tagen auf See hatten die beiden deutschen Segler auf ihrer zwölf Meter langen Yacht mit drei Stunden Vorsprung.

Zuvor hatte Mathias Müller v. Blumencron eine kleine Laudatio gehalten, Boris Herrmann sei ein Ausnahmesegler, der mit seiner Class 40 "Red" selbst zu den Nominierten gezählt hatte. Herrmanns Erfolg sei fantastisch, und sein Plan als erster deutscher Segler an der Einhand-Nonstop-um-die-Welt-Regatta Vendée Globe teilnehmen zu wollen sei beispielhaft. Nominiert waren neben der „Beluga Racer“, die „Red“ (Class 40) von Matthias Müller von Blumencron (5. Platz im Watski 2Star), die „Bov Cherisma“ (Bruns, 9. Platz im Middle Sea Race), „Sascha“ (Swan, Albrecht Peters, 1. Platz im Edinburgh Race), „Imagine“ (IMX 40, Steinbrückner, 1. Platz Rund Bornholm), „Mare“ (Proto 6.50, Jörg Riechers, 1. Platz Transgascogne) und „Elan“ (Swan 48, Familie Baum, 1. Platz European Swan Cup).

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